Das Revier
Am Ausgangspunkt Arnis befinden Sie sich mitten im abwechslungsreichen, faszinierenden Revier der Schlei. Die Inselwelt der Dänischen Südsee liegt in Reichweite. In zwei Wochen ist ein Törn rund Fünen auf der Ostsee problemlos möglich.
Die Schlei
Kleine Häfen, malerische Orte, zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie die kleinste Stadt Deutschlands, laden zum Erkunden von Land und See her ein. Auf den 25 Meilen von Schleswig nach Schleimünde wechseln sich Engstellen ab, mit dem weiten Blick über riesige Wasserflächen.
Die Unzuverlässigkeit der denkmalgeschützten Klappbrücke in Lindaunis trübt derzeit die Idylle. Unsere Boote liegen ostseeseitig davon - eine Passage der Brücke ist bis auf Weiteres nicht empfehlenswert.
Doch auch die "halbe Schlei" bietet genug Möglichkeiten für abwechslungsreiche Tage: Kleine Häfen, malerische Orte, zahlreiche Sehenswürdigkeiten laden zum Erkunden von Land und See her ein. Zwischen Arnis und Lindaunis findet sich ein ideales Übungsrevier für die ersten Tage auf einem Folkeboot. Ab der Brücke in Kappeln trennen uns vier Seemeilen von der Ostsee, Ankermöglichkeiten und Fischgenuss in Maasholm inklusive. Schleimünde - ein Festlandhafen, der nur auf dem Wasserweg erreichbar ist - bietet einen ganz eigenen Charme.
Landeinwärts von Lindaunis wechseln sich liebliche Engstellen mit riesigen Wasserflächen ab. Kirchen, Gutshöfe, Gaststätten, aber vor allem die charakteristische Landschaft mit sanften Hügeln, Knicks und üppigem Grün sind überaus reizvoll. Dieser Teil der Schlei kann wunderbar mit geliehenen Fahrrädern oder E-Bikes erschlossen werden. Die Schlei bietet sich hervorragend an
- als Ausgangspunkt für eine Reise nach Dänemark, als gemütlichem Auftakt und Abschluss
- als geschütztes Binnenrevier für weniger erfahrene Segler, mit vielfältigen Übungsmöglichkeiten für Bootshandling und Navigation
- für einen kindgerechten Familienurlaub mit kurzen Schlägen und ausgiebig Spielen und Toben an Land
- als Alternative bei unbeständigen Starkwindlagen, indem zwischen Tagestörns und Unternehmungen an Land abgewechselt werden kann.
Dänische Südsee
Wen es auf die Ostsee zieht: Die dänische Inselwelt, unser eigentliches Stammrevier, ist nur eine Tagesetappe entfernt. Im Sommer verholen wir uns für einige Wochen komplett dorthin, Ausgangspunkt ist dann Svendborg. Ein Hauch von Urbanität, ein quirliger Hafen mitten in der Stadt, dazu ein kultiger Fischimbiss - man fühlt sich auf Anhieb wie im Urlaub. Der liebliche Svendborgsund liegt gleich vor der Tür, zum nächsten Hafen sind es nur zwei Seemeilen.
Auch die alte Seefahrerstadt Marstal ist ein Muss: Das Schifffahrtsmuseum sollte man auf keinen Fall auslassen, im Hafen erwartet der restaurierte Schoner "Bonavista" Ihren Besuch, und nebenbei gibt es sämtliche Einkaufsmöglichkeiten. Aerøskøbing und Faaborg sind weitere dänische Provinzstädte mit maritimem Flair, wo Sie hinter jeder Straßenecke sagen werden: "Das wird ja immer schnuckeliger!"
Den eigentlichen Reiz jedoch bilden die kleinen und winzigen Inseln wie Avernakø, Lyø oder Birkholm, die engen Rinnen wie Mørkedyb und Højestene Løb, die Ankerbuchten wie Revkrog, Korshavn und Dyvig. Entlang ausgedehnter Vogelschutzgebiete beobachten Sie die vielfältige Fauna, verspielte Schweinswale begleiten Ihren Weg (sie scheinen ein Herz für Folkeboote zu haben), die Landschaft ist im Sonnenlicht unendlich einladend und inspirierend, bei trübem Wetter einmalig melancholisch. Versäumen Sie auf keinen Fall die Aussicht auf das große Ganze: Vom Hafen Søby aus, erreichen Sie den Leuchtturm Skjoldnæs, von Troense auf Taasinge die Bregninge Kirke auf dem höchsten Punkt der Insel. Die fünf Kronen für den Aufstieg sind eine gute Investition.
Die Inseln und Inselchen bieten Schutz vor Seegang und tausend Möglichkeiten für gelungene Segeltage. Läuft es gut, segeln Sie einen Hafen weiter. Wenn Schietwetter aufzieht oder der Wind schwächelt, gibt es gleich hier drüben eine Alternative. Sie müssen nicht Hunderte von Meilen irgendwann auch wieder zurück - hin und her segelnd, kann man sich richtig austoben und genießen, ohne sich weit vom Ausgangspunkt zu entfernen. Und gelangt von einer Hochstimmung zur nächsten.